Die Projektgemeinschaft Arbeitskreis Lokale Ökonomie e.V. Hamburg bezieht sich auf die seit etlichen Jahren sich langsam verschärfende Krise der Erwerbsarbeit. Es besteht der Wunsch, hier gemeinsam mit anderen praktische Auswege als praktische Kritik der Erwerbsarbeit zu suchen. Manchem 'Langzeiterwerbslosen' wird klar, dass es für sie bei allen Bemühungen kaum Chancen gibt, wieder auf dem 'ersten Arbeitsmarkt' Fuß zu fassen. Die Kritik entsteht in wachsendem Maße auch bei denen, die einen der dauerhaft knappen Plätze in den ‘Hamsterrädern der Lohnarbeit’ ergattert haben und sich dort abstrampeln müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Sie merken, dass sie in dem Zwang ihren Lebensunterhalt sichern zu müssen, selten einmal etwas tun, was sie wirklich tun wollen.

Unter dem Fritjof-Bergmann-Motto „Herausfinden, was ich wirklich, wirklich will“ entwickelte sich seit 1996 allmählich ein loser Zusammenhang von inzwischen etwa 30 Menschen, die sich in der selbstorganisierten, von Staatsgeldern unabhängigen Projektgemeinschaft Arbeitskreis Lokale Ökonomie e.V. zusammenfanden. In diesem Beitrag soll versucht werden, das Thema Wege zu mehr “Selbst”bestimmung und Selbstorganisation am Beispiel unserer Hamburger Erfahrungen (selbst-)kritisch zu durchleuchten. Dieses selbstkritische “Selbst” ist erfahrunggemäß anfangs kaum vorhanden gewesen. Es könnte nur im immerhin begonnen Prozess gemeinsam mit hervorentwickelt werden. Vor dem Hintergrund unserer Entwicklung vor allem in den letzten vier Jahren werden einige Herausforderungen sichtbar, an denen es weiter zu arbeiten gilt. Um Selbstorganisation näherzukommen, ist es angesichts linker Geschichte und eher lähmenden Zugehörigkeitsgefühlen wichtig, Probleme und Konflikte offener zu legen und ohne politische Scheuklappen oder “Selbst”abschlüsse darüber zu diskutieren, Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und .... lebendig zu bleiben. Als Gruppe haben wir im letzten Jahr an den jeweils aufbrechenden Konflikten (z.B. zwischen dem Umsonstladen und den anderen Projekten) versucht, durch die Konflikte hindurch unseren Zusammenhalt zu stärken. Das gelang nur ansatzweise; immerhin sind die allermeisten zusammengeblieben.

Wenn wir auf unsere eigene Entwicklung zurückblicken, so gibt es mindestens ein Moment, das uns als selbstorganisiertes Projekt kennzeichnet: Als teilweise auch theoriegeleitetes, waren- und erwerbsarbeitskritisches Projekt streben wir eine wachsende Teilnahme - und Entfaltungsmöglichkeit des Einzelnen in einer Projektgemeinschaft gegenseitiger Hilfen jenseits des Marktes an. Wir knüpfen an den Tätigkeitswünschen der Einzelnen an und verzichten so weit als möglich darauf, uns auf ein bestimmtes Weltbild zu ‘vereinheitlichen.’ Was uns verbindet, ist die Praxis der gegenseitigen Hilfen. Unsere verschiedenen Weltbilder bringen wir in den neuen Zusammenhang, dass sie sich nützlich machen sollen bei unserer gemeinsamen Aufgabe, die gegenseitige Hilfe zu verdichten. Was bedeutet das konkreter?

Selbstbestimmung

Wir gehen davon aus, dass Selbstbestimmung jenseits von Waren- und Geldzwängen bei uns nicht vorausgesetzt werden kann, sondern nur in bescheidenen Ansätzen vorhanden ist. Also müssen wir unsere Fähigkeiten, unsere Gemeinschaft tatkräftig mit zu bestimmen in einem “selbst”kritischen Prozess mit entwickeln. Wer bei uns mitmachen möchte, kann je nach individuellen Nähe- oder Distanzbedürfnissen an Angeboten einzelner Projekte (Kunstausstellungen, Psychlog. Beratung, Freies Sprechen, Konflikttraining, Kochen&Essen o.ä.) teilnehmen oder an bestehenden Projekten (Umsonst-Laden, Fahrrad-Selbsthilfe; Kleinmöbellager, Finanzgruppe, Kleingartenprojekte wie „Eden 150)mitarbeiten oder oder eigene Projektideen verwirklichen. Von den Einzelnen zugesagte Tätigkeiten sollen verlässlich ausgefüllt werden. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass ohne ein Mindestmaß an regelmäßigem Kontakt und Absprachen vieles schief geht und die Zusammenarbeit in Unverbindlichkeit und Wirkungslosigkeit verharrt. Manch eine(r) wollte “gleich loslegen”, schaffte es aber nicht einmal, auf das nächste jeweilige Teilprojekt-Treffen zu kommen. Auch mangelte es bei uns an Aktiven, die geduldig und ausführlich den Neuen an der Praxis unsere bisherige Entwicklung hätten erklären können.

selbstorganisiertes Wirtschaften

Die einzelnen Projekte beziehen sich nicht auf den Markt, sondern wirtschaften auf der Grundlage von gegenseitiger Hilfe in der Projektgemeinschaft ohne Geld füreinander. Zum Beispiel: Eine Aktive aus der Umsonst-Laden-Mittwochsschicht kann ohne Geld ihr Fahrrad in der Werkstatt mit fachlicher Hilfe reparieren, Kleinmöbel bekommen, Freies Sprechen lernen und sich psychologisch beraten lassen. Wir rechnen nicht, sondern zählen auf naturwüchsige Impulse des Gebens und Nehmens. Da wir versuchen, unseren Lebensunterhalt nur noch teilweise auf der Erwerbsschiene (oder falls nötig durch staatliche Sozialleistungen) zu decken, brauchen wir uns nicht mehr so stark unter existentiellen Druck zu setzen. Allerdings ist der selbstorganisierte, nicht-marktbezogene Teil unseres Wirtschaftes für die allermeisten von uns unter 10 Prozent des monatlich zum Leben Nötigen geblieben. Auch ist momentan keine Dynamik mehr zu erkennen, die diesen Anteil ausweitet. Das Gesamtprojekt hat sich bewusst oder notgedrungen in einer Nische dieser Gesellschaft eingerichtet – auch wenn ein teil das nicht will. Die Zahl der Aktiven wächst vorerst nicht mehr. Trotzdem macht einigen wohl die Tätigkeit in einem der Teilprojekte Spaß. Folgende Probleme und Herausforderungen spüren wir im Moment:

Gratwanderungen zwischen offenem Projekt und ‘Reparaturbetrieb’ des krisengeschüttelten Sozialstaates

Unser Grundsatz, jenseits des Marktes füreinander zu wirtschaften und in den auch für uns unausweichlichen Kontakten mit der Warenwelt (Raummiete, Verbrauchsmittel etc.) gemeinschaftliche Lösungen zu suchen, macht uns für Menschen attraktiv, die in unserer Gesellschaft an der Allmacht von Waren und Geld leiden. Am deutlichsten wird dies in unserem Projekt Umsonst-Laden. Etliche NutzerInnen (wie bei uns die Kunden, bzw. Gäste heißen) verstehen und bedienen das locker verknüpfte Geben und Nehmen von sich aus. Anderen NutzerInnen sehen in unserem Projekt eher nichts als einen Ort mögst billig zu möglichst vielen Dingen zu kommen. Ab und zu versuchen Aktive ihnen zu erklären, dass der Umsonstladen keine 'Sozialstation', keine Kleiderkammer und schon gar keine ehrenamtliche Abteilung des staatlichen Sozialamtes ist. Wir probieren seit Jahren kreative Lösungen im Umgang mit den Menschen, denen es fast ausschließlich darum geht, möglichst viele Gegenstände umsonst zu bekommen. Leider sind das häufig dieselben Menschen, die das bisschen „Umsonst“ unter dem gegenwärtigen Sozialkahlschlag auch dringend nötig haben. Niemand wird bei uns abgewiesen. Wir wollen ein grundsätzlich offenes Projekt sein. Dennoch spüren wir auch, dass wir ungehalten werden, wenn sich (verständlicherweise aus Warengewohnheiten) schon vor den Öffnungszeiten vor der Eingangstür Schlangen von 'Bedürftigen' wie bei Aldi-Sonderangeboten drängeln und schieben. Häufig werden wir auch verwechselt mit einer 'Aufwärmstube', einer 'Sozialstation' oder einem Warenhaus, in dem man zum Beispiel wühlen und sich dann verdünnisieren kann, ohne verantwortlich zu sein für die angerichtete Unordnung. Zum Glück gibt es auch häufig einen ruhigen, freundlichen Betrieb. In unserer Projektgruppe unterstützen wir uns gegenseitig darin, den Menschen zu erklären, was wir wollen, uns gegen übermäßiges Anspruchsdenken zu wehren und manchmal deutliche Grenzen zu setzen. Offen ist noch die Diskussion über weitere Maßnahmen, mit denen wir die reinen 'Abgreifer und Schnäppchenjäger' weiter zurückdrängen könnten, um mehr mit Menschen als NutzerInnen umzugehen, die in etwa verstehen, was wir wollen und eine minimale Mitverantwortung jenseits einer Mini-Spende für die Miete verspüren. Einig sind wir uns darin, Menschen, eine faire Chance zu geben, sich bei uns weiter zu entwickeln.

Psychologische Probleme der Aktivierung und Gemeinschaftsbildung

In unserem Projektalltag und sogar im vierzehntägigen Arbeitskreis begegneten uns vergleichbare Schwierigkeiten von NutzerInnen und Aktiven: Ein paar von ihnen waren rüde, rotzig-frech, polemisch, ausgesprochen unfreundlich und immer wieder schlecht im Kontakt mit ihrem jeweiligen konkreten menschlichen Umfeld. Wenige, machmal eine (r) , reichte manchmal, um die Atmosphäre deutlich zu verschlechtern. Immer wieder hatten wir noch zu wenig Kraft, um uns dagegen zu wehren. Viele Menschen, die zu uns finden, weil sie mit ihrer Erwerbs- und Lebenssituation unzufrieden sind, leiden an Einsamkeit und mangelndem Selbstwert. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, in einer Gruppe Kontakt und Bindungen zu finden. Manch einer ‘redet die anderen zu’ und tut wenig... Unsere Projekte bieten hier einen Freiraum und niedrige Schwellen. Das ist für manche von Vorteil, wenn sie sich entwickeln wollen und können, brachte uns jedoch doch manchmal an den Rand einer unfreiwilligen “Sozialstation”. Wir brauchen jetzt besonders Menschen, die schon ein wenig Initiativkraft, Engagement, Empathie, Geduld und Gemeinschaftsgefühl mitbringen. Auch hier gilt: Jede kann versuchen, bei uns einzusteigen. Aber wir können momentan nur eine sehr begrenzte Zahl von Menschen mit massiven psychischen Problemen mittragen.

"Selbst"verwirklichung und gemeinschaftliche Verantwortung

Im Gegensatz zur verbreiteten Krise des gesellschaftlichen Engagements ist unsere Gruppe nicht zuletzt deshalb gewachsen, weil der/die Einzelne hier nicht nicht gleich anfangs irgendwelche Gruppenhürden nehmen muss, sondern bei seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten anknüpfen kann. Im Laufe der Zeit sind ein paar Projektideen umgesetzt und gefördert worden. Andere (z.B. ein gemeinsames Koch- und Essprojekt) sind auch auf der Strecke geblieben. Die Gartengruppe kriselt. Der Weg vom spontanen, zeitweiligen Mitmach-Projekt zu einem tragenden Teil der Projektgemeinschaft erfordert eine längere Entwicklung, die wir bisher kaum systematisch gefördert haben. Besonders nötig ist die Fähigkeit, das Projekt mit anderen gemeinsam anzugehen, im Alltag jeweils offensiv Kontakt zu halten mit den anderen. Viele kleinere Verstimmungen und Wirkungsmängel des Teilprojektes werden durch diesen Mangel an Dichte der Verabredungen hervorgerufen. Zum Beispiel ließ immer wieder eine Umsonstladen-‘Schicht’ der nächsten Unaufgeräumtes kommentarlos zurück...Darüber hinaus gilt es regelmäßige Verbindungen mit den anderen Teilprojekten zu halten, die Fähigkeiten, das zu tun in der eigenen Teilgruppe zu verbreitern. Auch die Fähigkeit, den Initiativen der Anderen, ihren anderen Charakteren und Bedürfnissen Raum zu geben, ist bei vielen von uns nur keimhaft entwickelt. Aus der verständlichen Neigung, sich mit ein paar wenigen Leuten, innerhalb der Gesamtgruppe ein nettes Plätzchen zu schaffen, entsteht bei manchen die Tendenz, andere leicht oder kräftiger auszuschließen und wegzuschieben. Es haben einige wenige ihren “Kampf” gegen eine ihnen persönlich missliebige Person heftig in der Gruppe ausgetragen. Dabei wurden einige zunächst Außenstehende zur “Partei” für oder gegen die eine oder andere Streitende. Erst langsam wuchs die Kraft, nicht zuzulassen, dass die Gruppe für solche als Muster mitgebrachten Machtspiele benutzt wird ... Dass es überhaupt zu persönlich mit motivierten Konflikten kam, hat wieder andere nicht dazu gebracht, durch diese persönlichen Konflikte hindurch zu gehen, sonst dazu, sich mit Grausen überhaupt von der Gruppe zurückzuziehen. Ein paar von uns haben jedoch auch inberirrt ihre Mitte in ihrem Tun gefunden. Bei den vielen kleineren Streitfällen wurde deutlich, wer wirklich sich UND auch die Gruppenkraft mit entwickelt und die Gruppe spüren kann, wer sich einsetzt, wenn eine/-r das Handtuch werfen will, wer schon zwischen Streitenden vermitteln kann. Es ist in unserer Gruppenentwicklung ein Spannungsfeld zwischen Selbstverwirklichung und gemeinschaftlicher Verantwortung erkennbar. Das “Selbst” wird erst menschlicher in Gemeinschaft. Ist ein Weg der Gruppe zwischen einer in der umgebenden Gesellschaft weit verbreiteten ‘Ich-Sucht’ und einer gefährlichen Gemeinschafts-Überhöhung schon erkennbar? Während die Gruppe den Anstößen selbstbestimmter Tätigkeiten durchaus Raum geben kann, ist der Weg der Selbstorganisation,also wie ein neues, selbstbewusst-kritisches WIR entsteht, noch recht verschwommen geblieben. Selbst der Beweis für die Möglichkeit eines wirklich gemeinsamen Festes steht noch aus. Sind “wir” ein Haufen von ‘Indididualisten’ geblieben, die zusammen fast nichts zustande bekommen? Klar: Es werden die Tätigkeiten nicht untereinander aufgerechnet. Aber trotzdem: Wer nimmt und wer gibt immer nur? Wer kann mit Verbindlichkeit umgehen und wer arbeitet sich immer noch an kindlicher Trotz- und Verweigerungshaltung ab? Wer kann sich selbst-kritisch rückblickend die eigenen Anteile ansehen, wenn etwas schief gelaufen ist? Wer packt Initiativen und Arbeit ohne viele Worte an? Und wer wartet immer noch auf ‘die Anderen’, damit die das tun?

Praktisches Handeln und gesellschaftsverändernde Zielsetzung

Während es anfänglich gar nicht so leicht war, die naturwüchsigen, meist spontanen Projektentwicklungen zu verbinden, aufeinander zu beziehen, gelang es uns im Laufe der Zeit durch die regelmäßigen Plenumssitzungen des Arbeitskreises etwas besser. Jede Projektgruppe soll mindestens eine Aktive hierhin schicken. Das klappte nicht immer. Während dieser Treffen konkretisierten sich manchmal auch die wirtschaftlichen Grundfragen nach dem „Wie wollen wir wirtschaften?“. Meistens verhandelten wir umständlich und begleitet von intensiven Selbstdarstellungszwängen einiger Beteiligter einer Reihe von vorher gesammlten “Punkten”. Zeit für ein zusammenhängendes, ruhiges, freundliches Gespräch blieb nur selten. Neuerdings wird versucht, jedesmal einen vorbereiteten Schwerpunkt zu diskutieren und den Rest der Projektkoordination zu kürzen. Auch die direkte Projektberatung und –begleitung und die Einführung von neuen Leuten wird bisher nur von sehr wenigen Aktiven unkoordiniert durchgeführt. Eine Theoriegruppe beschäftigte sich zwar mit warenkritischem Wirtschaften und politischem Handeln im Bezug auf die Projektgemeinschaft aus einem vor- und nach-denkenden Abstand. Sie hat aber vor eineinhalb Jahren ihre Arbeit eingestellt. Erst neuerdings gibt es wieder einen Gesprächskreis “Theorien für unsere Praxis”. Von den 'Praktikern' gehen bisher nur wenige Impulse zu einer konzeptionellen Weiterentwicklung der Projektgemeinschaft aus. Was deutlich wird, ist eine Gefahr des Stecken-Bleibens im Praktizismus, im klein-kleinen Tun und Machen der zahlreichen (Teil-)Gruppenbelange. Das uralte Theorie-Praxis-Problem macht auch vor unserem Neuansatz nicht Halt. Es bleibt die Aufgabe, bewussteres Tun zu befördern.

Die konkreten Menschen und die 'hehren' politischen Ziele

Im Laufe der letzten sieben Jahre haben zahlreiche Menschen auf ihrem Weg auch in unserer Gruppe ein Gastspiel gegeben. Häufig zeigte sich, wie anziehend für einige von ihnen der Lohnarbeitsmarkt ist, teils aus Notwendigkeit, teils fürs Selbstbewusstsein. Manche, die wieder ‘ein Schlupfloch zu den Hamsterrädern’ gefunden haben, haben sich von der Gruppe zurückgezogen, “aus Zeitmangel”. Manche finden für sich nach einer gewissen Zeit bei uns heraus, wohin es sie eigentlich zieht und sie gehen in diese Richtung weiter, besuchen uns ab und zu oder nutzen die Projekte als NutzerIn weiter. Aber einige Frauen und Männer unterschiedlichen Alters sind jetzt schon seit mehreren Jahren dabei, manche mit großer, wachsender Kontinuität. Sie verändern ab und zu den Umfang und den Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten. Auch stehen ein paar von uns dauerhaft in Erwerbsarbeit oder sind erwerbslos und machen in jedem Fall mit. Beides hat sich mit der Aktivität in der Gruppe als vereinbar erwiesen. Anfang 2003 und Anfang 2004 ist jeweils einer unserer älteren Aktiven verstorben. Was schon vorher spürbar geworden war, wurde angesichts des Todes deutlicher. Aus dem, was sie der Projektgemeinschaft gegeben haben und aus dem, was jede/-r gibt, ist ein Stück lebendige Grundlage gewachsen, die die Gruppe weiter trägt. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl auf praktischer Grundlage hält uns zusammen – bei aller Verschiedenheit der Charaktere und politischen Meinungen der Aktiven.

A.K. und H. K.
Hamburg, August 2005